Der Weg durchs Labyrinth

Was würde in dieser Höhle auf uns warten? Ein blühender Garten? Gar ein Paradies, das wiedererstandene Eden? So wanderten wir tagelang durch dunkle Höhlen und Gänge, durch die Labyrinthe der Meister und Verliese, bis wir ein gar liebliches Bergland erreichten: Hier blühten gerade die Steine, und die Nachtigallen sangen gar fröhliche Psalmen. Die Welt war bunt, und lud ein zum Verweilen. Luft war und Wolken voll Vogelsingsang, und wir genossen den neugetünchten Himmel und das frischgegrünte Gras nach all den tagelangen Fußmärschen. Letztendlich jedoch, der Wind wehte nun etwas herber und der leise Thymianduft nahm zu an Würze und Frische, öffneten wir unsere Wege in Richtung Westen. Dort lag er, wovon uns die Mythen erzählten: der Weg hinaus in die Anderswelt, wo ewige Jugend, Ehrgeiz und Tatendrang wohnen; denn das ist unser Zuhause: Wir hatten das Herz unseres Labyrinthes erreicht.

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